Suillac und Umgebung
Im Süden von Mauritius befindet sich das Hochland, fast der gesamte Inselabschnitt liegt höher als 300 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gegend ist rau und urwüchsig, scheinbar undurchdringlicher Dschungel liegt über steilen Felswänden und tiefen Schluchten. Da das Gebiet fast unberührt von Rodung und Baumaßnahmen blieb, bilden der Süden und Südwesten der Insel auch ein großes Rückzugsgebiet für seltene Tierarten und beherbergen unzählige Pflanzengattungen, die anderswo auf der Insel nicht mehr zu sehen sind.
Große Ortschaften oder gar Städte finden sich hier gar nicht, lediglich einige kleine Dörfer, die über das unwegsame Land verstreut sind, gibt es. Bewohner sind hauptsächlich Creolen. Oft sind die einfachen Hütten mitten in ein Stück gerodeten Wald gebaut, rund herum ein paar Obst- und Gemüsefelder und eine kleine Weidefläche für das Vieh.
An der Küste im Süden und Südwesten der Insel bietet sich ein etwas anderes Bild. Die Bebauung ist wesentlich dichter, kleine Fischerdörfer reihen sich über viele Kilometer aneinander. Badestrände gibt es hier allerdings kaum, da das Meer aufgrund des fehlenden Korallenriffs mit voller Wucht auf die Küste trifft, was das Baden sehr gefährlich macht.
Der kleine Ort Suillac an der Südküste ist eines dieser typischen Fischerstädtchen. Ein natürlicher Hafen, ein großer Busbahnhof und eine Handvoll Geschäfte und Restaurants – mehr gibt es hier nicht. Der Strand ist sehr schön, allerdings wegen der zuvor genannten Eigenschaften des Meeres nur zum Spazieren gehen geeignet. Einen schönen Blick haben Sie vom Aussichtspunkt Gris Gris im Süden des Ortes. Sehr idyllisch sind auch die Rochester Falls im Norden, die zwar nicht besonders hoch sind, aber in einer beeindruckenden Landschaft liegen. Der Weg dorthin ist allerdings etwas kompliziert und schlecht ausgeschildert. Oft bieten sich dafür Einheimische gegen einen geringen Obolus als Guides an.